Bujinkan · Kampfkunst & Training
Bujinkan Budō Taijutsu 武神館武道体術
Natürliche Bewegung, traditionelle Techniken und ein bewusster Umgang mit Körper und Geist – das Herzstück der Kampfkunst des Bujinkan.
Was ist Budō Taijutsu?
Neun Schulen. Eine lebendige Kampfkunst.
Das von Großmeister Dr. Masaaki Hatsumi vermittelte Bujinkan Budō Taijutsu verbindet die Lehren von neun traditionellen japanischen Kampfkunstschulen (Ryū-ha). Die Überlieferungen reichen teilweise viele Jahrhunderte zurück und umfassen Erfahrungen aus der Zeit der Samurai und Ninja.
Der Begriff Budō Taijutsu bezeichnet die Kampfkunst des Bujinkan in ihrer Gesamtheit. Die früher häufig verwendete Bezeichnung Ninpō Taijutsu betonte besonders die Ninpō-Traditionen. Im Training gehören waffenlose Bewegung, Selbstverteidigung, traditionelle Waffen und die innere Haltung zusammen.
Die Grundlagen
Körper, Technik und Aufmerksamkeit.
01 · Bewegung
Taijutsu.
Taijutsu bezeichnet die Arbeit mit dem gesamten Körper. Im Mittelpunkt stehen natürliche Bewegungen, Gleichgewicht, Distanz, Timing und das Ausweichen vor Angriffen – nicht die bloße Muskelkraft.
02 · Anwendung
Selbstverteidigung.
Schläge, Tritte, Hebel, Würfe, Befreiungs- und Falltechniken werden als zusammenhängende Prinzipien trainiert. Die Bewegung soll sich an unterschiedliche Situationen anpassen können.
03 · Entwicklung
Körper & Geist.
Aufmerksamkeit, Atmung, Konzentration und eine ruhige Haltung ergänzen das körperliche Üben. Das Ziel ist nicht allein die Technik, sondern auch ein verantwortungsvoller Umgang mit sich selbst und anderen.
Das Fundament jeder Technik
Zuerst die Bewegung. Dann die Technik.
Ein zentrales Prinzip heißt Tai Sabaki: den eigenen Körper geschickt bewegen und aus der Angriffslinie bringen. Eine stabile Haltung, bewegliche Schritte und gutes Distanzgefühl schaffen dafür die Grundlage.
Im Bujinkan lernt man, Bewegung nicht durch unnötige Anspannung zu blockieren. Stattdessen werden Balance, natürliche Kraftübertragung und die passende Reaktion auf die jeweilige Situation geschult.
Die waffenlosen Grundprinzipien begleiten später auch den Umgang mit traditionellen Waffen. Deshalb bildet das Taijutsu den Schwerpunkt des Trainings.
Schwerpunkte & Trainingsinhalte
Fünf Bereiche. Viele Möglichkeiten.
Diese Bereiche ergänzen einander. Gemeinsam bilden sie die Grundlagen des waffenlosen Bujinkan-Trainings.
Roll- & Fallschule
Taihenjutsu 体変術
Rollen, Fallen, Gehen, Springen und Ausweichen. Der Körper lernt, sein Gleichgewicht zu erhalten, Bewegungen anzupassen und auch beim Bodenkontakt kontrolliert zu bleiben.
Schlagen & Treten
Dakentaijutsu 打拳体術
Schlag-, Stoß- und Tritttechniken mit unterschiedlichen Körperflächen. Dazu gehören die Konzepte des Kosshijutsu und Koppōjutsu, mit jeweils eigenen technischen Schwerpunkten.
Greifen & Kontrollieren
Jūtaijutsu 柔体術
Griffe, Befreiungen, Hebel, Würfe und Kontrolltechniken. Im Mittelpunkt steht, die Balance des Gegenübers zu beeinflussen und die eigene Bewegungsfreiheit zu bewahren.
Knochenstruktur
Koppōjutsu 骨法術
Ein Bereich mit Schwerpunkt auf Körperstruktur, Winkel und Techniken, die traditionell auf Knochen und Gelenke ausgerichtet sind. Im Training kommt es besonders auf Präzision und Kontrolle an.
Präzision & Zielpunkte
Kosshijutsu 骨指術
Traditionell präzise Techniken gegen Muskeln, empfindliche Bereiche und Nervenpunkte. Geübt werden die erforderlichen Körpermechaniken unter Beachtung von Kontrolle und Sicherheit.
Buki Waza 武器技 · Bujutsu
Traditionelle Waffen verstehen.
Zum Bujinkan gehört auch der Umgang mit japanischen Waffen. Bereits am Anfang werden Distanz, Ausweichen und der sichere Umgang mit Waffenangriffen thematisiert. Mit wachsender Erfahrung wird das technische Studium erweitert.
Nahdistanz
Kurze Waffen.
Tantō, Jutte, Kunai und Kodachi
Mittlere Distanz
Mittlere Waffen.
Hanbō, Jō und Schwert (Biken)
Große Distanz
Lange Waffen.
Bō, Yari und Naginata
Haltung & Philosophie
Eine Kampfkunst für das Leben.
Shin · Gi · Tai
Geist, Technik und Körper.
Das Prinzip Shin Gi Tai Ichi beschreibt die Einheit von Geist, Technik und Körper. Bewusste Bewegung, Körperbeherrschung und Aufmerksamkeit werden gemeinsam entwickelt und können auch außerhalb des Dōjō hilfreich sein.
Budō wird damit nicht nur als Sammlung von Selbstverteidigungstechniken verstanden, sondern als Weg persönlicher Entwicklung.
Tradition & Trainingspraxis
Weder Wettkampf noch Show.
Budō Taijutsu ist eine Kampfkunst und kein Wettkampfsport. Die Übungen sollen auf Veränderungen, Nähe, Distanz und unvorhersehbare Situationen vorbereiten.
Ein respektvolles, konzentriertes Umfeld ist dabei unverzichtbar. Anspruchsvolles Training und gegenseitige Rücksicht schließen einander nicht aus.
Das grundlegende Anliegen: Die eigene Entwicklung fördern, gesund und verantwortungsbewusst leben und dem Umfeld keinen Schaden zufügen. Das ist ein wesentlicher Gedanke der Bujinkan-Philosophie.
Bujinkan Budō Taijutsu in Österreich
Tradition kennenlernen. Bewegung erleben.
Die Grundlagen des Budō erschließen sich vor allem im gemeinsamen Training. Entdecke ein Dōjō in deiner Nähe oder erfahre mehr über die neun Schulen des Bujinkan.
